Stadtbäume fördern und erhalten
Von "Ideenfindung zum Stadtleben 2026 (BürgerBeteiligungsHaushalt)"
Zum Projekt
Die Stadtbaum-Kampagne hilft mir, Bewusstsein und Wertschätzung für diese extrem wichtigen "Nachbarn" und "Mitbewohner" zu erhöhen. In meiner Straße (Brunnenfeldstraße) fällte die Stadt vor einigen Jahren die offenbar kranken Birken und ersetzte sie umgehend durch neue Jungbäume. Anwohner bepflanzen jedes Jahr liebevoll die Rechtecke um die Stämme mit bunten Blumen; ein schönes Geschenk für Nachbarn und Passanten.
Auf vielen Privat-Grundstücken (z. B. in der Richard-Kirchner-Straße) sind viele schöne alte Bäume leider rundum bis unmittelbar an den Stamm zugepflastert. Diese Praxis stammt aus einer Zeit, in der Parkraum für Autos und deren ganz selbstverständliche Besetzung des gesamten öffentlichen Raums unangefochtene Priorität hatte. Diese Zeit ist zum Glück vorbei.
Schön wäre es, wenn Grundstücksbesitzer ihren Bäumen mehr Erde und Raum gönnen und das Pflaster teilweise zurück bauen würden; dafür könnte die Stadtverwaltung in einer Kampagne sensibilisieren. Damit erhöhten sich die Chancen dieser Bäume auf Gesunderhaltung, Langlebigkeit und weitere Verdichtung des Kronendachs (Hitzeschutz).
Mein Nachbar oberhalb am Hang fällte beim Einzug sämtliche alte Bäume in seinem großen, Park-ähnlichen Garten und ließ das Grundstück dann verwildern; ein Schock für mich. Es folgte eine jahrelange große Sorge, dass der nun unbefestigte Hang bei Starkregen auf meinen Zaun und in meinen Garten abrutschen würde. Das blieb zum Glück aus; der Nachbar befestige irgendwann den Hang mit riesigen Pflanz-Steinen.
Mein Vorschlag aus dieser Erfahrung: die Stadtverwaltung informiert Immobilien-Erwerber proaktiv über die Natur-bezogenen Rechte und Pflichten in Bezug auf ihr Grundstück: Kappung und Fällung von Bäumen nur nach Erlaubnis durch die Untere Naturschutz-Behörde; erlaubte Grabungs-Tiefe; Brunnenbau; Schotter-Gärten; Mäh-Roboter; erlaubte Zeiten für Hecken-Schnitt; Grillen und Feiern im Garten etc.
Um leichter einen Investor für das Gelände des ehemaligen Kurhauses gewinnen zu können, fällte die Stadt alle verbliebenen Bäume, was ich nachvollziehen kann. Vorschlag (falls nicht bereits beschlossen): im Zuge des restlichen Abrisses der Gebäude befreit die Stadt das Gelände von Gestrüpp und Baumstümpfen, sät eine Blumenwiese und macht es so wieder "ansehnlich".
Sollte sich weiterhin kein Investor finden, hier ein verwegener Vorschlag für die weitere Nutzung des Geländes: Anlage von Weiden, Ställen und Gehegen für Haus- und Nutztiere (Gnadenhof, Streichel-Zoo, vom Aussterben bedrohte Haustier-Rassen, Tier-gestützte Therapie). Tiere, allein schon in Sichtweite, fördern nachweislich Wohlbefinden und Heilung, vor allem auch der Bewohner der angrenzenden Senioren-Heime und Kliniken.
Über die Probleme wäre zu diskutieren: Rechtliche Hürden bei der Umwidmung des Geländes; Belästigung der Anwohner durch Geruch und Lärm (evtl. begrenzbar durch nächtliche Stall-Haltung bzw. teilweisen abendlichen Abtransport der Tiere).
Kritik willkommen!
