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Bad Wildungen von seiner schönsten Seite erleben – ein Panoramaweg rund um unsere Stadt!

Von "Ideenfindung zum Stadtleben 2026 (BürgerBeteiligungsHaushalt)"

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Bad Wildungen besitzt etwas, das viele andere Urlaubsorte erst mühsam schaffen müssen: eine außergewöhnliche Kombination aus Natur, Wald, Bergen, weiten Ausblicken, Geschichte, Gesundheitsangeboten und einer attraktiven Stadt. Was bislang fehlt, ist ein Wanderweg, der viele dieser besonderen Orte zu einem gemeinsamen touristischen Erlebnis verbindet.

Daher schlage ich im Rahmen des Bürgerhaushalts die Entwicklung und Ausweisung eines „Panoramawegs Bad Wildungen“ vor.

Die Idee: Einmal rund um Bad Wildungen – und dabei die schönsten Seiten unserer Stadt entdecken

Der Panoramaweg soll als längerer, hochwertig ausgeschilderter Rundwanderweg um die Kernstadt Bad Wildungen einschließlich des unmittelbaren landschaftlichen Umfelds führen. Dabei sollen möglichst viele bereits vorhandene Wanderwege und Waldwege genutzt und miteinander verbunden werden.

Es geht also ausdrücklich nicht darum, überall neue Wege in die Natur zu bauen. Vielmehr sollen vorhandene Wege intelligent verknüpft, einheitlich ausgeschildert und unter einer starken touristischen Marke zusammengeführt werden.

Das Besondere: Die Strecke sollte bewusst so lang und abwechslungsreich konzipiert werden, dass sie auch als Zwei- oder Mehrtagestour attraktiv ist. Dadurch entsteht nicht nur ein Angebot für einen kurzen Spaziergang oder Tagesausflug. Wanderer erhalten einen echten Grund, mindestens eine Nacht in Bad Wildungen zu bleiben.

Unsere Sehenswürdigkeiten werden zu einem gemeinsamen Erlebnis

Entlang des Panoramawegs könnten zahlreiche besondere Orte und Aussichtspunkte miteinander verbunden werden, beispielsweise:

  • Schloss Friedrichstein und Altwildungen
  • die Braunauer Warte
  • der Bereich um den Homberg und die Bismarckhöhe
  • die Bilsteinklippen
  • der Hahnberg im Bereich Reinhardshausen
  • der Dr.-Marc-Turm
  • der Aussichtspunkt bzw. Bereich des Talgrabens
  • die Landschaft und Aussichtspunkte Richtung Wega
  • der Auenberg als höchster Berg im Stadtgebiet
  • weitere Aussichtspunkte und landschaftliche Besonderheiten rund um die Kernstadt

Der endgültige Verlauf sollte selbstverständlich fachlich geprüft und gemeinsam mit Forst, Naturschutz, Tourismus, Grundstückseigentümern und weiteren Beteiligten entwickelt werden.

Gerade darin liegt die große Chance: Viele schöne Orte existieren bereits – wir müssen sie nur zu einem gemeinsamen Erlebnis verbinden.

Andere Regionen zeigen, welches Potenzial darin steckt

Wir müssen für diese Idee nicht weit fahren. Die Stadt Lichtenfels im Landkreis Waldeck-Frankenberg besitzt beispielsweise einen 65 Kilometer langen Lichtenfelser Panoramaweg. Er verbindet die Orte und Landschaften der Stadt und ist bewusst als mehrtägiges Wanderangebot ausgelegt. Die Stadt empfiehlt drei oder mehr Etappen und weist entlang des Weges auf Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten hin.

Ein weiteres erfolgreiches Beispiel aus Nordhessen ist der Habichtswaldsteig. Der rund 85 Kilometer lange Qualitätswanderweg verbindet Naturerlebnisse, Aussichtspunkte, Burgen und Orte und wird als viertägiges Wandererlebnis vermarktet. Gerade diese Verbindung von Wandern, Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Übernachtung macht aus einem Weg ein touristisches Produkt.

Auch überregional zeigen bekannte Wege wie der Rothaarsteig, Rheinsteig, Moselsteig oder Lechweg, wie stark ein gut vermarkteter Wanderweg zur eigenen touristischen Marke einer Region werden kann. Vom Lechweg wurde beispielsweise berichtet, dass nach seiner Einführung die Übernachtungsentwicklung in den beteiligten Orten deutlich an Dynamik gewann und Gastgeber aufgrund der zusätzlichen Nachfrage investierten.

Bad Wildungen hat dafür hervorragende Voraussetzungen – und mit seinen Wäldern, Aussichtspunkten, dem Schloss, der historischen Altstadt, Reinhardshausen und seiner touristischen Infrastruktur sogar bereits viele der notwendigen Bausteine.

Warum ein Panoramaweg für Bad Wildungen so viel bewirken kann

Mehr Übernachtungsgäste:

Wird der Weg bewusst als Zwei- oder Mehrtagestour geplant, entstehen zusätzliche Übernachtungsanlässe. Davon profitieren Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und andere Gastgeber.

Stärkung von Gastronomie und Einzelhandel:

Wanderer essen, trinken, kaufen ein und nutzen Dienstleistungen. Die touristische Wertschöpfung bleibt damit nicht auf den Wanderweg beschränkt.

Ein neues touristisches Aushängeschild:

„Panoramaweg Bad Wildungen“ ist ein Angebot, das sich hervorragend über Internet, soziale Medien, Wanderportale, Karten, Tourist-Information und Gastgeber vermarkten lässt.

Bestehende Infrastruktur wird aufgewertet:

Ein großer Teil der benötigten Wege existiert bereits. Durch intelligente Verknüpfung, Beschilderung und Vermarktung kann aus vielen einzelnen Wegen ein deutlich wertvolleres Gesamtangebot entstehen.

Verbindung von Stadt, Natur und Geschichte:

Der Gast erlebt nicht entweder Bad Wildungen oder den umliegenden Naturraum – sondern beides. Schloss Friedrichstein, Aussichtspunkte, Wälder, Berge und die Stadt werden Teil einer gemeinsamen Geschichte.

Stärkung Bad Wildungens als Wander- und Aktivdestination:

Mit Nationalpark und Naturpark Kellerwald-Edersee befindet sich Bad Wildungen ohnehin in einer der attraktivsten Wanderregionen Hessens. Ein eigener Panoramaweg könnte das Wanderangebot unmittelbar an die Stadt heranführen und Bad Wildungen noch stärker als Ausgangspunkt für Aktivurlaub positionieren.

Nachhaltiger Tourismus:

Wandertourismus benötigt vergleichsweise wenig zusätzliche Infrastruktur. Wenn überwiegend vorhandene Wege genutzt werden, kann mit überschaubaren Eingriffen ein dauerhaftes touristisches Angebot entstehen.

Ein Angebot auch für die eigene Bevölkerung:

Der Panoramaweg wäre nicht nur für Urlauber gedacht. Auch Bürgerinnen und Bürger könnten einzelne Abschnitte als Spazier- und Wanderwege nutzen und ihre eigene Heimat neu entdecken.

Mehr als ein Wanderweg – eine Marke für Bad Wildungen

Der Panoramaweg sollte deshalb von Anfang an nicht lediglich als ausgeschilderte Strecke gedacht werden. Er sollte ein touristisches Gesamtprodukt werden.

Denkbar wären ein eigenes Logo und eine einheitliche Beschilderung, eine digitale Karte und GPX-Datei, eine eigene Internetseite, vorgeschlagene Tagesetappen, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Natur entlang der Strecke sowie Kooperationen mit Hotels und Gastronomie.

Auch Pauschalen wie „Bad Wildungen Panorama – zwei Tage wandern, eine Nacht genießen“ wären denkbar.

Zusätzliche Aussichtsbänke, Fotopunkte oder kleine Informationstafeln könnten an ausgewählten Stellen geschaffen werden. Dabei sollte gelten: so viel vorhandene Infrastruktur wie möglich nutzen und nur dort ergänzen, wo dadurch ein echter Mehrwert entsteht.

Eine Investition, von der viele profitieren

Ein Panoramaweg wäre kein Projekt für eine einzelne Interessengruppe. Er könnte gleichzeitig Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Gesundheitsstandort, Naherholung und die Wahrnehmung Bad Wildungens als attraktive Stadt stärken.

Vor allem aber können wir etwas nutzen, das längst vorhanden ist: unsere wunderschöne Landschaft.

Machen wir aus den schönsten Wegen und Aussichtspunkten rund um Bad Wildungen einen Weg, für den Menschen nach Bad Wildungen kommen – und für den sie gerne länger bleiben.

Der „Panoramaweg Bad Wildungen“ könnte zu einem neuen touristischen Aushängeschild unserer Stadt werden und gleichzeitig ein Wanderweg sein, auf den auch wir Bad Wildunger stolz sein können.

Unsere Landschaft ist bereits da. Jetzt sollten wir sie verbinden, erlebbar machen und gemeinsam besser vermarkten.

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